DENKMAL FÜR RIGA

Seit 1985 besteht die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Hansestädten Bremen und Riga. Diese Partnerschaft war und ist geprägt durch politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch. Weniger im Fokus standen bisher die unfassbaren Verbrechen der deutschen Besatzer während des Zweiten Weltkriegs. So wurden, lange vor Inbetriebnahme der Vernichtungslager, im Winter 1941 vor den Toren Rigas im Wald von Rumbula an lediglich zwei Tagen mehr als 25.000 Insassen des Rigaer Ghettos ermordet. Hinzu kommen Tausende von Inhaftierten, die zur Zwangsarbeit gezwungen wurden und auch dabei zu Tode kamen. Aus dem Grunde plane ich, in der Nähe des ehemaligen Ghettos von Riga einen Gedenkstein in Erinnerung an die jüdischen Opfer Lettlands aufzustellen. Unterstützt wird das Projekt vom Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft Herrn Christian Weber, dem Präsidenten des Bremischen Senats, Herrn Dr. Carsten Sieling, der Landeszentrale für politische Bildung, dem Verein Erinnern für die Zukunft Bremen sowie der Stadt Riga und dem Riga Ghetto- und lettischen Holocaustmuseum.

Die Besonderheit des Vorhabens liegt darin, dass sowohl Planung als auch die Realisierung, einschließlich der Mittelbeschaffung in den Händen der privatrechtlichen Initiative liegt, für die ich als Person verantwortlich zeichne.

Der Gedenkstein soll als Geschenk und im Namen der Bremer Bürger und Bürger in der Nähe des ehemaligen Rigaer Ghettos in der „Moskauer Vorstadt“ aufgestellt werden. Im Juli 2018 ist der Block aus rotem Wesersandstein in Bremen angekommen. Nach einer zusätzlichen Bearbeitung wird er vom Bremer Steinmetzen Ronald Winter mit einem viersprachigen Text (Hebräisch, Lettisch, Englisch und Deutsch) versehen. Der Landesrabbiner Teitelbaum hat sich angeboten, den Stein nach seiner Fertigstellung (im Oktober) hier in Bremen zu segnen, bevor er nach Riga geschafft wird. Dort soll er vor dem 18. November 2018 (dem hundertsten Jahrestag der Unabhängigkeit Lettlands) in Riga enthüllt werden.

Chris Steinbrecher

Weserkurier vom 30.7.2018

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Bremen-Theresienstadt-Riga: 3000 Schicksale

Kurator der Ausstellung um die Deportation von Bremer Juden
nach Theresienstadt und von Theresienstadt nach Riga
in der Unteren Rathaushalle
vom 28. Oktober bis zum 11. November 2015.

Für die Ausstellung steht ein Begleitbuch zur Verfügung
Sie können es hier als PDF-Datei (3,8 Mb) herunterladen
oder gedruckt in der Ausstellung für 5€ kaufen.

bremen-theresienstadt-riga

zum Downloaden (3,8 Mb) bitte auf Titelblatt klicken